Bilderwand – Tipps für die Planung deiner Galerie

von Janina Lieberwirth

Ich habe neulich mal wieder meine Wohnzimmerwand gestrichen. Das schöne Trüffelbraun – man weiß ja nie so genau, was bei diesen Wandfarben wirklich rauskommt – macht sich echt gut. Allerdings muss ich nun auch meine Wanddekoration überdenken. Ich hatte im Frühjahr schon angefangen eine Bilderwand zu erstellen. Ich habe damals schon bemerkt, dass das gar nicht so einfach ist, wie es fertig bei Vielen aussieht. Da das Thema also auch bei mir gerade aktuell ist, dachte ich, ich schreibe gleich einen Beitrag zum Thema

Warum solltest du dich für eine Bilderwand entscheiden?

Ja warum solltest du eigentlich? Immerhin gibt es doch genug einzelne Bilder, die schon genug hermachen. Eine Bilderwand oder auch Galeriewand ist aber flexibel und individuell anpassbar, so dass du quasi darüber auch (d)eine Geschichte erzählen kannst. Für manche ist es auch schwer sich für ein einzelnes Bild zu entscheiden – immerhin ist die Auswahl wirklich grenzenlos. Bei einer Bilderwand musst du nicht das eine super Bild suchen.

Wo ist der Haken?

Leider ist so eine Bilderwand kein kunterbuntes Sammelsurium – jedenfalls sollte es das nicht sein, wenn die Dekoration zu deinem Wohnstil passen soll. Du brauchst also einen Plan, damit die Bilderwand gut durchdacht ist und keinen unansehnlichen Mischmasch an der Wand ergibt.

Tipps für die Planung deines Wandbildes

Eine Bilderwand ist eine wunderbare Möglichkeit deinen persönlichen Form- und Farb-Stil auch an die Wand zu zaubern. Damit dir das mühelos gelingt und du auch Spaß an deinem Gesamtwerk hast, habe ich hier einige Tipps für dich.

Tipp 1: Einheitlichkeit

Die Einheitlichkeit ist wichtig, wenn du eine ansprechende Bilderwand schaffen willst. Auch bei einer richtigen Kunstgalerie wäre dieses Prinzip wichtig und genauso solltest du auch bei der Auswahl der Kunstwerke und Bilder vorgehen. Frage dich also immer, ob diese Werke in derselben Ausstellung vorkommen würden. Zur Einheitlichkeit gehören Farben, Formen, Art und vielleicht auch der Künstler selbst.

Tipp 2: Geschichte

Gute Bilderwände erzählen eine persönliche Geschichte. Das wichtigste oder besondere Bild stellt dabei den Mittelpunkt der Bilderwand dar. Alle anderen werden drumherum angeordnet. Achte dabei auf die Farben. Die umrahmenden Bilder sollten nicht auffälliger sein als der Mittelpunkt.



Tipp 3: Rahmen

Ein nicht weniger wichtiges Thema als die Bilder selbst, ist bei einer Bilderwand auch die Wahl der richtigen Rahmen. Diese helfen dir dabei aus diesen Kunstwerken eine Sammlung zu machen. Ob Holzrahmen, Metall, oder auffällige Verzierungen oder gar Muster – all das sind wichtige Überlegungen, die du im besten Fall nicht erst zum Schluss entscheidest. Die Rahmen sollten zu den Bildern passen und sie stilistisch ergänzen.

Tipp 4: Planung

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass du dir genau überlegen solltest, wie du die einzelnen Bilder anordnest, BEVOR du sie an die Wand hämmerst. Unnötige Löcher an der Wand sehen unschön aus. Deshalb plane die Teile vorher. Schneide dir, wenn nötig passende Kartonteile aus und lege sie am Boden zusammen. Das hilft dir abzuschätzen, wie groß die ganze Bilderwand wird und du kannst nochmal justieren und Bilder umtauschen. Erst wenn alles für dich passt, und du auch alles nochmal an der Wand „ausprobiert“ hast, kannst du Hammer und Nägel in die Hand nehmen.

Tipp 5: Kreativität

Eine Galeriewand bedeutet nicht, dass hier nur Bilder im eigentlichen Sinn erwünscht sind. Du willst Stoffmuster Rahmen und an die Wand hängen? Warum nicht? Ebenso kannst du mit der Form der Rahmen spielen. In einer Kunstgalerie findest du schließlich auch nicht nur Gemälde mit eckigem Rahmen.


Mit diesen Tipps sollte es gelingen eine wunderschöne Bilderwand zu zaubern, die deinen persönlichen Wohnstilen widerspiegelt. Noch ein Tipp zu guter Letzt, der mich persönlich immer ziemlich nervt: der Abstand zwischen den Bildern. Kurz: es ist völlig egal. Du musst die Bilder nicht vorher abmessen um immer 2 cm. Abstand zwischen den Rahmen zu erhalten. Es reicht vollkommen dein Augenmaß. Falls dir der Abstand doch etwas zu weit vorkommt lass dir gesagt sein: außer dir wird es niemals jemandem auffallen.

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren