Ende und Neubeginn – Es war einmal das Jahr 2020

von Indy

Ein seltsames Jahr geht vorüber. Wir Menschen haben ja das Ritual angeschafft, das Jahresende zu feiern, als wenn man danach kurioserweise wirklich einen Neustart hätte. Löschen wir das alte und starten ein neues Level. Das ist ja leider nur die halbe Wahrheit, denn so wie die Pfunde von heute auch morgen noch an uns hängen, so wird sich auch die Welt innerhalb von ein paar Stunden nicht grundlegend weiterentwickeln. Und auch ein lästiger Virus wird nicht plötzlich seine Köfferchen packen “mir reichts, ich geh” brüllen und den Saloon verlassen. Nein wir werden uns auch im Januar noch mit eben diesen Themen beschäftigen müssen.

Genug Action für ein Fotobuch

Der zweite Lockdown und auch schon dieser halbe Lockdown, oder Lockdown light wie ihn jemand getauft hatte, fiel direkt in meine Geschenke-Einkaufs-Zeit. Ich habe für meinen Freund, wie das Jahr zuvor auch schon, ein Fotobuch gestaltet. Anfangs hielt ich das für keine gute Idee, weil nun ja, man ja kaum was machen konnte. Wie soll daraus ein Fotobuch werden? Aber am Ende konnte ich viele schöne und ja erinnerungswürdige Seiten füllen. Wenn man sich also mit diesem Jahr etwas genauer beschäftigt, dann war da eben nicht nur Corona. Da waren viele schöne Ausflüge in die Natur, ein Picknick zu meinem Geburtstag im Mai im Tierpark Nürnberg, ein wunderschöner und besonderer Urlaub im Allgäu, Kulturveranstaltung im Februar, Autokino-Besuche und ein wunderbarer Sommer mit Freunden.

Natürlich waren da auch viele Veranstaltungsabsagen, durchkreuzte Reisepläne, viel zu viele Pizzen ;-), gute und schlechte Masken, trockene Hände vom Desinfektionsmittel, viel verschwendete Lebenszeit durch ständiges Schlange Stehen und zu viel Speck durch zu wenig Bewegung.

Dokumentation vom Corona-Jahr

Ich habe in diesem Jahr so wenig Fotos gemacht, wie schon lange nicht mehr. Es gibt drei Fotos von mir mit Maske und zwei von meinem Freund mit Maske. Ich habe letzte Woche endlich mal ein Foto von einem Straßenschild gemacht, das auf die Maskenpflicht hinweist. Ansonsten habe ich nur ein Foto von leergefegten Toilettenpapier-Regalen aus einem Supermarkt im April. Darüber hinaus habe ich keinen Beweis, dass es Corona überhaupt gegeben hat und gibt und ich schwanke zwischen ‘Gott sei Dank’ und ‘eigentlich schade’, denn ich bin mir nicht sicher, ob uns das die heutigen Babys jemals abkaufen werden, dass wir wegen einem Virus zu Hause bleiben mussten. So als “Zeitzeuge” fühlt man sich verpflichtet, das Ganze zu dokumentieren, damit Nachfolgegenerationen, die den Virus hoffentlich niemals kennenlernen, über diese Zeit und ihre Fehler aufgeklärt sind.

Was sich in 2020 auf Bohomy geändert hat

In dieser Zeit einen Blog zu haben, der über so Nebensächliches, wie Dekoration berichtet, fühlte sich hin und wieder komisch an. Dabei war mir in diesem Jahr kaum etwas so wichtig, wie mein Zuhause, denn ich habe den Großteil eben genau dort verbracht. Insofern kann ich nur sagen, dass es völlig in Ordnung und sogar wichtig ist, sein Zuhause so einzurichten, wie man es selbst für richtig hält. An dieser Stelle sei nochmal erwähnt, was sich alles auf Bohomy innerhalb dieses Jahres geändert hat:

Ich habe ein neues Theme installiert und entsprechend das Design der Webseite angepasst. Den vorherigen Rosa-Look habe ich in ein naturfarbenes Design umgeändert. Das gilt auch für meinen Instagram-Account. Corona hat mich leider kurz vor Ostern kalt erwischt. Durch den Lookdown und den vorübergehenden Umzug zu meinem Freund, hatte ich nicht mehr genug Zeit, mich um all die nötigen Änderungen für die Social Media Kanäle zu kümmern. Deshalb standen die Accounts auch einige Zeit still. Erst im August hatte ich wieder Zeit hier weiterzuarbeiten. Ich habe außerdem angefangen jeden Monat einen Newsletter zu verschicken, den ich auch weiterhin beibehalten und weiterentwickeln will.

Mehr Natur, weniger Stress und mehr Zeit

Zusammengefasst kann ich sagen: Corona hat mir gezeigt, dass Zeit ein knappes Gut ist. Und auch wenn mich vieles von meinen Hobbies und Leidenschaften abgehalten hat, so hatte ich noch nie soviel Zeit für die kleinen und schönen Dinge, wie in diesem Jahr. Beruflich war das Jahr anstrengender denn je, das ergab das Home Office, aber wenn man sich selbst am Riemen reißt und auch hier Zeiten einhält, kann das sogar entspannter werden. Die fehlenden Veranstaltungen und Shopping-Möglichkeiten treiben uns alle mehr hinaus in die Natur. Das war längst überfällig und ist superschön.

In diesem Sinne hoffe ich, dass du dir im nächsten Jahr bewusst Zeit für dich nimmst, für deine Lieben, für deine Hobbies, für alles, das du gerne tust und schon immer tun wolltest. Komm gut ins neue Jahr und genieß dein Leben hier und jetzt!

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